Mittwoch, 6. September 2017

Oops I did it!

Not again, wie das Britney, sondern erst das zweite Mal.
Wir haben den Stromanbieter gewechselt und werden demnächst von dem Bürgerwerken beliefert. Ich bin über Lauterstrom, wo ich ja Gründungsmitglied bin, darauf aufmerksam geworden. Bundesweit haben sich Energiegenossenschaften, eben auch Lauterstrom eG nach dem Motto "Energie in Bürgerhand" zusammengeschlossen und verkaufen unter dem Dach der Bürgerwerke ihren Strom. Der Wechsel ging wirklich so einfach, wie es auf der Webseite angekündigt ist.
Ich führe über das Energiesparkonto "Buch" über unsere Energieverbräuche (klingt komisch Verbräuche). Ich konnte daher bei dem Preisrechner ziemlich gut die erwartete Strommenge im Jahr angeben. Der Preis wird sogar niedriger sein als der bisherige Ökostromanbieter, was vielleicht daran liegt, es darum geht, die Wertschöpfung vor Ort dezentral bei den Energiegenossenschaften zu halten und nicht an eine Konzernzentrale abzuführen (so jedenfalls in der Eigendarstellung der Bürgerwerke). Dann habe ich noch meine Anschrift und meine Zählernummer gebraucht, sowie den bisherigen Stromanbieter angeben müssen. Die Kündigung dort und den Wechsel nehmen die Bürgerwerke vor. Das hat jetzt online vielleicht 10 Minuten gedauert.

Donnerstag, 24. August 2017

Lauterstrom bietet nun Ökostrom und Dividende

Ich bin ja Gründungsmitglied der Bürger Energie Genossenschaft Lauterstrom eG. Für das letzte Jahr gab es nun - erstmals - nachdem es ein wenig gedauert hat, bis die ersten Anlagen errichtet und am Netz waren, eine Dividende von 4 % auf die Genossenschaftsanteile. Daneben bietet Lauterstrom nun in Zusammenarbeit mit den Bürgerwerken selbst auch Ökostrom an (also nicht nur regional erzeugen sondern auch regional verbrauchen). Ich habe den Preisrechner mal durch laufen lassen und für uns ist der Tarif ein klitzekleines bisschen billiger als der überregionale Ökostromtarif, den wir zur Zeit haben. Ich muss nur noch die Unterlagen raussuchen, die man für den Wechsel bräuchte... weiß aber auch, dass ich für sowas immer ziemlich lange Vorlaufzeit brauche ;)

Donnerstag, 17. August 2017

Ich war nicht faul

Beruflich kam ich zwar nicht so zum Schreiben, aber es ist mir wichtig, dass ich mich dennoch jeden Tag mit meinem Schreibprojekt befasse. Bei ywriter gibt es nicht nur für die einzelnen Figuren - nennen wir es einmal - Karteikarten, auch für die Schauplätze (und wichtige Gegenstände) gibt es das. Da habe ich gestern Abend recherchiert, eine kurze Beschreibung eingegeben und - diese Möglichkeit gibt es auch - ein Foto des Schauplatzes, wie ich ihn mir vorstelle, hochgeladen. Das kann durchaus eine Erinnerungs- und Einfühlungshilfe sein.
Weiterhin habe ich neue Szenen hinzugefügt, so dass dadurch nach und nach der komplette Plot entsteht. Bei ywirter gibt es ein Outline-Export. Den habe ich ausprobiert und gleich gemerkt, dass ich die Szenenbeschreibungen in das Fenster für den Szenentext geschrieben habe. Dann kommt beim Outline-Export nur eine "leere Szene" raus. Die Kurzbeschreibung, an der ich mich also entlanghangeln werde, muss in die Szenenkurzbeschreibung, dann kommt sie beim Ourtline-Export auch wirklich raus und gibt einen Überblick über die Story.

Sonntag, 13. August 2017

ywriter und evernote

ywriter habe ich mir erst neu (wieder) heruntergeladen. Evernote nutze ich schon seit Jahren. Ich habe mich zwar darüber geärgert, dass bei der kostenlosen Version, die ich nutze vor einiger Zeit, die Anzahl der Geräte, die per App zugreifen können, auf zwei eingeschränkt wurde, bin aber dennoch dabei geblieben. Ich dachte nämlich, dass ich ja immer über den Browser zugreifen kann. Das hat aber in New York nicht funktioniert, denn evernote hatte den Zugriff über Android Browser aus Sicherheitsgründen (weiß nicht, ob nur bestimmte Android Browser oder das komplette Betriebssystem) gesperrt. Das muss man also im Auge behalten, wenn man - wie ich es gemacht habe - Reiseinformationen auf Evernote speichert.
In dem Anfangsrausch, in dem ich im Moment bin, fallen mir ständig Ideen für die Geschichte ein - meistens sind es nur einzelne Sätze oder Querverweise, bei denen ich vorne in der Story eine Spur lege, die später wieder aufgegriffen wird.
Der Plot in ywriter ist noch nicht soweit gediehen, dass ich das dort gezielt einarbeiten könnte. So habe ich also bei evernote ein Notizbuch erstellt und dort eine Notiz mit dem Namen "Ideenschnipsel", die ich dann füttere. Heute Morgen kamen vier neue Schnipsel hinzu.

Das weitere Vorgehen nun, nachdem die Hauptcharaktere in ywriter mit ihren wesentlichen Eigenschaften "eingepflegt" sind.
Das gleiche mit den Schauplätzen machen?
Diese Möglichkeit gibt es bei ywriter.
Oder drücke ich mich auf diese Weise davor, die einzelnen Kapitel und damit das Grundgerüst des Plots zu erstellen?
Ich weiß es noch nicht so richtig. Vielleicht engt mich der Plot im Moment ein, wo doch die Ideen sprudeln?
Mal sehen.

Samstag, 12. August 2017

Was bedeutet: Alles auf Anfang?

Ich habe mich ja durchaus mit den theoretischen Ansätzen des Romanschreibens befasst. Die Grundidee gibt es schon lange - die werde ich auch nicht ändern. Sie ist es ja gerade, die mich (und irgendwann hoffentlich andere auch) an der Geschichte fasziniert. Vieles andere ist variabel. Übrig habe ich noch einen Anfang von etwa 20 Seiten und ein Exposé. Zur Zeit beschäftige ich mich mit de Exposé, habe auch schon Stellen gefunden, bei denen die Geschichte stimmiger werden kann. Vor allem habe ich die Hauptfiguren und eine Nebenfigur in dem Exposé erwähnt. ywriter hat eine Funktion, dass man für jeden Charakter einen eigenen Datensatz (sogar mit Bild) anlegen kann. Auch wenn nicht alles, was dort hineingeschrieben wird, etwa in der Biographie, sich auch im Roman wiederfinden wird, soll es dem Autor helfen, der Figur Tiefe zu geben. Jetzt verrate ich schon einmal, dass ich für eine der weiblichen Hauptfiguren ein Bild von Amybeth McNulty heruntergeladen habe. Als wir sie in "Anne with E", also einer neuen Anne auf Green Gables Verfilmung gesehen haben, ist mir sogar erst der Gedanken gekommen, dass es helfen könnte, ein Bild von der jeweiligen Figur zu haben. Evtl. suche ich mir sogar Fotos für die Schauplätze heraus...

Freitag, 11. August 2017

Zurück auf Null

Gut - dann ist die Entscheidung ist also gefallen und ich schreibe das DDR Buch nahezu neu. Ausgangspunkt nach so vielen Jahren nun wieder mit einem Buch anzufangen, war mein eigener Artikel über die Verschwendung von Zeit für die vielen Sachen, die nicht zu unserem Traum (ist immer etwas pathetisch dieser Begriff) gehören. Wenn ich zurückdenke, war schon seit den Teenager-Tagen, als ich noch so viele Bücher in den "großen Ferien" aus der Bibliothek mitgeschleppt habe, wie ich tragen konnte, das Buchschreiben oder Schriftsteller sein ein Traum von mir. Sicher habe ich den auch schon verwirklich, ein bisschen mein Ego mit den veröffentlichten Kinderbüchern oder auch den historischen Romane - siehe zB rechts der Amazon Link - gepinselt. Aber etwas, was "richtig gut" im Sinne von literarisch ist, habe ich - denke ich - noch nicht geschrieben. Da gehe ich eben schon mit der Geschichte über fünf Jugendfreunde, die ein (eigentlich zwei) Geheimnisse verbinden und die durch die deutsch-deutsche Grenze getrennt aufwachen und sich nach dem Mauerfall wiedertreffen, seit laaangem schwanger.
Wenn ich nun praktisch von vorne anfangen muss, dann packe ich das insofern richtig an, dass ich mir noch einmal ywriter herunter geladen habe. Das ist eine Freeware, die ich aus einer vorherigen Version kenne und die einen "zwingt" in Szenen zu denken, sich mit der Charakterisierung etc. Mühe zu geben. Eingesetzt habe ich sie in der Vergangenheit, als ich die längere Kurzgeschichte "Mörderisches Wochenende" (vertont bei Audiotrain - nicht mehr erhältlich) geschrieben habe. Es fällt mir eigentlich schwer so zu plotten. Ich denke aber, dass zumindest im damaligen Test für eine längere Kurzgeschichte, es dem Endergebnis gut getan hat. Also frisch ans Werk!

Mittwoch, 9. August 2017

Ärgern oder als Chance begreifen ?

Es ist passiert, wovor sich die Schreiberlinge seit Jahrhunderten und seit Einführung der Computer verstärkt fürchten:
Texte sind wech!
Gerade habe ich mich dazu entschlossen an dem Projekt weiterzuarbeiten, das mir irgendwie am Herzen liegt und das vielleicht am ehesten Literatur sein könnte, und nun finde ich nur noch eine ganz mickrige Datei auf dem Rechner, die wirklich nur gerade einmal zwanzig Seiten am Anfang zeigt. Keine Ahnung wo sich der Rest befindet! Wahrscheinlich auf einem anderen Computer. Es gab schon einen Vorabplan einzelner Kapitel, usw.
Nix mehr da! Dabei war ich der Meinung ich hätte es bei Evernote gespeichert. Stimmt aber nicht, da fanden sich eben nur die ersten 20 Seiten aus dem Jahr 2013!
Den Plot habe ich noch grob im Kopf und die letzten Tage, seit dem es gärt und ich denke, dass es nun an der Zeit ist weiterzuschreiben, habe ich ihn auch fortentwickelt. Aber dennoch ist es schlimm, viele Arbeit noch einmal zu machen. Oder vielleicht doch nicht? Ist es vielleicht die Chance das Ganze mit Abstand und "größerer Reife" - hüstel - noch einmal neu anzufangen. Ich versuche es als Chance zu sehen. Aber dieses Mal wird wirklich in Evernote und auf Google Drive gespeichert (und dem eigentlichen Rechner natürlich auch).

Dienstag, 8. August 2017

Gilmore Girls auf Netflix - schlecht und noch nicht einmal aufgewärmt

Zum Glück haben wir kein Geld dafür bezahlt sondern den Netflix Probemonat genutzt. Von den "echten Gilmore Girls", also der ursprünglichen Serie, haben wir praktisch alle Folgen gesehen und sie gern gesehen. Es war die richtige Mischung aus Witz und durchaus auch Tiefgang dabei. Wir gehörten auch zu denen, die sich auf eine Fortsetzung der Geschichte um Lorelai und Rory gefreut haben. Bis wir sie ansehen mussten!  Wenn das alte Konzept aufgewärmt worden wäre, hätte man damit noch leben können.
Bei der ersten Folge der Staffel auf Netflix bestand noch Hoffnung, dass es vielleicht bei den drei Folgenden besser wird. Weit gefehlt! Selten so etwas Langweiliges gesehen. Jede Folge musste anscheinend auf Spielfilmlänge (90 Minuten) gedehnt werden, aber es ist den Drehbuchautoren nichts eingefallen, womit sie die Minuten füllen können. So hat man in den alten Zettelkasten geguckt und ein paar Versatzstücke, die wahrscheinlich für die alte Serie zu schlecht waren und verworfen wurden, etwa ein Stars-Hollow Musical oder (gefühlt) stundenlanges Tangogetanze rund um die verwöhnte Clique der Huntzberger Freunde eingebaut. Wobei gerade das Musical zwar wenig mit Gilmore Girls zu tun hatte, aber eigentlich zu den besseren Teilen der Staffel gehört. Ein Lichtblick ist es auch, wenn Emily Gilmore Lorelai eins überbrät. Das wars. Irgendwie mussten auch noch ein bisschen Jess, Logan und ganz kurz Dean auftauchen, weil die (weiblichen) Fans die wohl erwarten. Vier Staffeln, die mir zusammen sechs Stunden Lebenszeit gestohlen haben. Ach ja - worum es geht - hier der SPOILER:

Lorelai und Luke sehen zwar nicht aus wie ein glückliches Ehepaar, aber nach einem kurzen Selbstfindungs-Hiking-Trip von Lorelai, bei dem man ihren riesigen Rucksack und die Packprobleme drehbuchautorenseits wohl als "lustig" empfunden hat, heiraten sie halt, weil sich Hochzeiten im Film und Fernsehen immer gut machen.

Rory hatte ja vielversprechende Anfänge beim Journalismus gemacht, hat aber als Logans Bumslischen (sie betrügt dabei ihren Freund Paul, er seine Verlobte) sich eben die Arroganz seiner Clique angewöhnt und es verkackt. Aus irgendeinem Grund arbeitet sie dann umsonst bei der Stars-Hollow Gazette, aber findet einen Job als Lehrerin an ihrem alten College als unter ihrer Würde.
Irgendwie treibt sie es auch noch mit einem Wookie (das ist die Chewbacka-Rasse aus Star-Wars) auf einer Comicon, weiß also nicht, wer das war. Schließlich schreibt sie ein Buch über ihre und Lorelais Lebensgeschichte und - Überraschung - das heißt "Gilmore Girls", soweit, so vorhersehbar. Am Schlimmsten ist aber, dass mit dem letzten Satz von ihr:
Ich bin schwanger!
so etwas wie weitere Fortsetzungen angedeutet werden könnten.

Bitte nicht!

Dienstag, 4. Juli 2017

Wo fängt die Wand an?

Trotz des neuen Blogprojekts DER STOIKER, das noch in den Kinderschuhen steckt, muss das nicht bedeuten, dass die Satzkrumen vollkommen überflüssig sind. Es gibt immer etwas zu berichten, das nicht dorthin aber eben zu den Satzkrumen passt. 

Nachdem einige Vorstellungen von Madeleine Gieses Kunstkrimi "Wo fängt die Wand an?" ausverkauft waren, hatten wir für gestern Abend noch Karten bekommen und einen schönen Abend in der Pfalzgalerie erlebt. 
Das Vier-Personen Theaterstück spielt in einem Museum und zwar tatsächlich, wie auch in der Handlung. Vier Personen (zum Schluss noch eine Fünfte, aber im wesentlichen sind es vier Personen) treffen aufeinander und statt des "Frühlingsmorgen" von Max Slevogt, hängt an der Wand das Bild eines zeitgenössischen Malers - das ist weiß mit ein bisschen Struktur, so dass man sich zu Recht fragen kann "Wo fängt die Wand an?" und wo hört das Bild auf. Es beginnt ein munteres Spiel darüber, was Kunst ausmacht. Unterhaltsam, mit manchen Lachern für das Publikum, aber auch mit Tiefgang, weil es anregt, die eigenen Vorstellungen über Kunst zu hinterfragen.
Es ist aber ein Kunstkrimi und zu dem mysteriösen Verschwinden des Gemäldes kommt noch hinzu, dass nicht alle der Anwesenden wirklich die sind, für die sie sich ausgeben. Es wäre ein "Spoiler" hier mehr zu verraten.
Das Stück ist sicher eine Möglichkeit für Galerien, das angestaubte Image abzulegen und neue Zielgruppen zu erschließen.
Es gibt noch zwei weitere Vorstellungen, am 5. Juli und am 9. Juli jeweils um 19:00 Uhr in der Pfalzgalerie Kaiserslautern.